Die Haut ist das Spiegelbild der Seele. Meiner Erfahrung nach stimmt das nicht alleinig. Es kommt auch darauf an, welchen Hautyp ein Mensch vererbt bekommen hat.
Bei einer Mischhaut zum Beispiel sind meist die Poren in der T-Zone (Stirn – Nase – Kinn) etwas vergrößert und die hauteigene Talgproduktion ist höher als bei einer trockenen Haut.
Als Haut bezeichnet man die Bedeckung der äußeren Körperoberfläche.
Funktion
Die Haut beim Erwachsenen beträgt etwa 1,6m² und hat vielfältige Funktionen, unteranderem gibt sie dem Körper Schutz auf unterschiedliche Weise.
1. Schutzfunktion: Sie schützt den Körper vor mechanischen, thermischen und chemischen Schäden, gleichzeitig verhindert sie das Eindringen zahlreicher Krankheitserreger durch Verhornung des Epithels und durch Drüsensekrete.
2. Temperaturregelung: Durch Erweiterung oder Verengung der Hautblutgefäße und durch Flüssigkeitsabgabe, trägt die Haut zur Regulierung der Körpertemperatur bei. Bei ungeeigneter Kleidung kann die Haut nicht die Wärme abgeben und es kommt zu einem Wärmstau mit geringfügigem Temperaturanstieg.
3. Wasserhaushalt: Einerseits schützt die Haut vor Flüssigkeitsverlust, anderseits gibt sie Flüssigkeit und Salze in gewiesen Mengen wieder ab. Bei Verbrennungen der Hautoberfläche ( 9% ) kann es zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen da Salze und Wasserhaushalt nicht mehr stimmen.
4. Sinnesfunktionen: Die Haut besteht aus vielen Hautsinnesorganen, man spricht davon dass die Haut ein Sinnesorgan ist, welche über mechanische und thermische Reize sowie Schmerzreize wahrgenommen werden. Bei verlust dieser Sinnesfunktion ist der Mensch durch mechanische, thermische oder chemische Einwirkungen gefährdet.
5. Kommunikation: Durch Erröten, Erblassen, Haarsträuben und andere – von efferenten Fasern vegetativer Nerven gesteuerte – Änderungen wird die Haut zu einem Organ für Mitteilungen des vegetativen Nervensystems, zu einem Kommunikationsorgan.
6. Immunfunktion: Die Haut hat einen erheblichen Anteil von Zellen die für das Abwehrsystem verantwortlich. Reaktionen der Haut sind z.B. Scharlach, Masern und Röteln.
Hautschichten
Die Hautdecke ist aus Haut und Unterhaut zusammengesetzt.
Die Haut (Cutis) beseht aus zwei Schichten, der Oberhaut (Epidermis), einem mehrschichtig verhornten Plattenepithel, sowie der Lederhaut (Corium), einem engen Geflecht aus Kollagenfasern und elastischen Netzen, das mit der Oberhaut verzahnt ist. Die Unterhaut (Subcutis), ist durch Faserzüge unterkammert, Fettgewebe enthaltende Bindegewebsschicht, und ist fest mit der Lederhaut verbunden und mit der darunterliegenden Körperfaszie verschieblich.
Oberhaut Epidermis: Sie bildet die Oberflächenschicht den Abschluss der Haut und damit die Hautoberfläche, und besitzt ein variables Grobrelief und ein konstantes Feinrelief. Das Grobrelief kommt durch Faltenbildung zustande. Im zunehmenden Alter treten auch über anderen Körperpatien Falten auf, und gehen hauptsächlich auf Veränderungen der Bindegewebsgrundsubstanz, verbunden mit Verminderung des Wassergehaltes, sowie auf Verringerung der Elastizität elastischer Netze im Hautbindegewebe zurück. Die Federhaut ist durch feine rillenförmige Furchen unterteilt, und ist verzahnt mit der Oberhaut und der Lederhaut. Die Leistenhaut, die Handteller und Fußsohle bedeckt, zeigt parallel angeordnete Leisten und Furchen.
Lederhaut Corium
Besteht aus einem dichten Geflecht aus Kollagenfasern, durchsetzt von elastischen Netzen, und gibt der Haut Reißfestigkeit und reversible Verformbarkeit. In ihr befinden sich die Papillarschicht und die Geflechtschicht.
Papillarschicht grenzt unter der Epidermis und ist mit dieser durch zapfenartige Kollergenfaserschleifen, die Bindegewebspapillen verzahnt.
Geflechtschicht setzt die Papillarschicht zur Unterhaut hin fort, und enthält geflochtene starke Kollagenfaserbündel auf denen beruht die Reißfestigkeit der Haut.
Unterhaut Subcutis
Ein lockeres, durch Bindegewebsfaserzüge unterkammertes, fettgewebsreiches Bindegewebe, und stellt die Verbindung zwischen Haut und der darunterliegenden Faszie da. Die Subcutis ist wichtiger Fettspeicher und für die Isolation zuständig. Häufig tritt Fettgewebe als Depotfett auf z.B. Fettpolster unter der Haut. Die Ausbildung auch des Depotfett wird genetisch bestimmt und hormonell gesteuert; beim Mann wird die Bauchhaut, bei der Frau die Haut von der Brust, Hüfte und Gesäß bevorzugt von subcuanem Fett unterlagert.
Hautfarbe
Sie kommt von drei Faktoren zustande:
Die Blutfarbe, sie führt an Stellen an denen die Hautarterien überwiegen zu einer Rötung der Haut z.B. Gesicht, Handteller und Gesäßbacken.
Die Melaninpigmentation, sie befindet sich verstärkt im Gesicht (aufgrund Sonnenbestrahlung), der Achselhöhle, des äußeren Genital und in der Haut der Innenseite der Oberschenkel.
Karotin erzeugt eine gelbliche epidermale Farbkomponente, die verstärkt in Gesicht, Handteller und Fußsohlen sichtbar wird und durch karotinreiche Nahrung verstärkt werden kann.
Anhangsgebilde der Haut
Drüsen, Haare, Nägel sind Bildungen der Epidermis, an denen sich aber auch das Bindegewebe beteiligt. In den Haaren, Nägel und Talgdrüsen tritt eine Schichtbildung auf, die sich mit der Schichtung der Epidermis vergleichen lässt.