Hauteffloreszenzen

Hautblüten oder Hautveränderungen

Primäre Effloreszenzen: Der Fleck ist eine im Hautniveau liegende, Abweichung der Hautfärbung, ohne daß die Oberflächenbeschaffenkeit und das Niveau der Haut verändert ist. Flecke können vorübergehend erscheinen oder zu einer Dauererscheinung werden.
Ursachen, durch die Flecke entstehen können: durch Vermehrung der Blutgefäße, durch Änderung des Füllungszustands kleinster Blutgefäße infolge Entzündungen oder Störungen der Blutgefäß nerven, durch Blutaustritt in das Gewebe, durch Einlagerung von Pigmenten, z.B. bei Tätowierungen.
Unterscheidungsmerkmale hinsichtlich der Farbe: Rote Flecken, Ursache Hyperämie (starke Durchblutung)
Braune Flecken infolge Überpigmentierung.
Blaue Flecken: Abbau des Blutstoffs
Grüne Flecken: Zwischenstufe bei Abbau des Blutpigments von Blau über Grün nach Gelb bis völligen Verschwinden.
Das Erythem, z. B. der Sonnenbrand, ist eine flächenhafte mehr oder weniger scharf begrenzte Hautrötung infolge vermehrter Blutfüllung.
Die Quaddeln ( Bezeichnung für die Brennessel) ist ein scharf umschriebenes, etwas erhabenes Ödem der Haut. Typisch ist der starke Juckreiz
Das Bläschen, mit Körperflüssigkeit gefüllter Hohlraum, der das Hautniveau etwas hinausragt.
Die Eiterblase – Pustula ist ein von Anfang an mit Eiter gefüllter Hohlraum, der sich nach einer Entzündung bildet.
Die Blase – Bulla ist ein Hohlraum, der sich über die Haut vorwölbt, mit Eiter Blut oder Serum gefüllt. Sie hinterläßt nur dann Narben, wenn die Lederhaut verändert wurde, z.B. bei Verbrennungen dritten Grades.
Die Cyste ist ein abgeschlossener Hohlraum, der gewöhnlich im Corium (Lederhaut) liegt. Sie entsteht entweder durch Stauung von Sekreten der Talg- Schweiß- und Schleimhautdrüsen oder ist eine Neubildung, wie die echten Atherome.
Das Knötchen oder Papel ist eine feste, umschriebene erhabene Hautblüte von Stecknadelkopf- bis Linsengröße, deren Oberfläche glatt, warzig, eingedellt sein kann.

Sekundäre Effloreszenzen, sie entstehen aus den Primäreffloreszenzen durch Umwandlung, Entzündung, Rückbildung oder Abheilung.
Die Schuppe, ein Abschilferungsprodukt der Hornschicht. Ursache ist eine Hyperkeratose. (Verbreiterung der Hornschicht mit echter Massenzunahme)
Die Kruste, entsteht bei fehlender Hornschicht und besteht aus eingetrocknetem Wundsekret.
Die Erosion, ein Substanzverlust der Oberhaut, der durch Kratzen entstehen kann. Sie heilt narbenlos ab. Da aber Lymphspalten geöffnet sein können, kommt es häufig zum Nässen.
Die Hautabschürfung, geht etwas tiefer, so dass auch die Spitzen der die Kapillargefäße enthaltenden Papillen der Lederhaut in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die Schrunde – Fissur, ein tiefer Substanzverlust der die Lederhaut mit einschließt und unter Narbenbildung abheilt.
Narbe, ein bindegewebiger Ersatz der Epidermis. Die Struktur der Haut hat keine Oberflächenfederung mehr, keine Papillarkörper und keine Anhangsgebilde.
Die Atrophie – Gewebsschund, ein degenerativer Prozess, der dadurch gekennzeichnet ist, dass alle normalen Hautstrukturen rückgebildet werden.

Hautveränderungen nicht entzündlicher Art
Falten, Altersbedingt, Schwund des Fettpolsters, Minderung von Tonus und Turgor, Witterungseinflüsse, Mimik, psychisch bedingt.
Schwielen, entstehen durch ständigen flächenhaften Druck, z.B. bei anstrengender manueller Tätigkeit.
Hühneraugen, entstehen wie die Schwielen durch Druck und sind Verdickungen bzw. Wucherungen der Hornhaut. Beim Hühnerauge wächst ein Hornzapfen in die Tiefe.

Verhornungsstörungen
Hyperkeratose , eine abnorme Bildung von Hornsubstanz
Parakeratose, eine unvollkommene langsame ablaufende oder sonst gestörte Verhornung z.B. bei der Schuppenflechte

Ichthyosis vulgaris – Fischschuppenkrankheit
Eine erblich bedingte Verhornungsstörung, die mit Trockenheit der Haut einhergeht sowie flächenhafter schmutziggrauer Abschilferung ohne jede Entzündung. Die Hornschuppen sehen Fischschuppen nicht ähnlich, sondern mehr den Hornauflagerungen mancher Reptilien. Die Krankheit ist unheilbar, jedoch ohne Beeinträchtigung der Lebenserwartung.

Lichen pilaris – Reibeisenhaut
Die an den Steckseiten der Oberarme, aber auch der Oberschenkel und Hüften auftritt, wobei die Haut einen reibeisenartigen Charakter annimmt. Inden weißen selten auch etwas geröteten Follikelmüdndungen steckt ein kleiner Hornfropf, in den öfters ein kleines Haar eingerollt ist. Die Behandlung erfolgt mit guten Hautcremes nach vorherigem Abschleifen mit der Bürste.

Veränderungen der Hautpigmentierung – Unterpigmentierung
Albinismus, völliges Fehlen des Hautpigmentes Melanin. In den pigmentbildenden Zellen, den Melanozyten, ist das Enzym Tyrosinase nicht aktiv.
Vitiligo – Weißfleckenseuche, eine erworbene Hauterkrankung, die bereits im Säuglingsalter auftritt, aber meist im späteren Leben erkannt wird. Über die Ursache ist nichts Genaues bekannt. Die Flecken sind symetrisch angeordnet oft in der Genital – Analgegend, auch behaarte Hautpartin werden befallen.
Leukoderma, eine Folgeerscheinung von Dermatosen wie Ekzem, Psoriasis, nach Abheilung von Pilzerkrankungen.

Überpigmentierung – Hyperpigmentierungen
Epheliden -Sommersprosen, sind harmlose unregelmäßige vererbliche Pigmentvermehrungen, die Scharf begrenzte, kleinfleckige, hinsichtlich Farbe und Gestalt verschieden aussehende Hyperpigmentierung.
Leberflecke, die glatten Pigmentmäler sind angeboren oder trten in der frühen Kindheit auf. Sie können oft einen Durchmesser von mehreren cm erreichen.
Chloasma -Schwangerschaftsflecken, bei Frauen nach der Pubertät meist im Zusammenhang mit der Schwangerschaft. Es sind blasse, braungelbliche Pigmentierungen an Stirn, Schläfen, Wangen, Kinn und Lippenrot.
Berloque -Dermatitis, durch Anwendung von bestimmten Duftwässern, die ätherische Öle enzhalten, wie z.B. natürliches Bergamottöl. Bei Sonneneinwirkung oder sonstiger Strahleneinwirkung entsteht intensive, langanhaltende Braunfärbung.
Alterswarzen, es sind bräunliche bis schwarze, auf breiter Basis aufsitzende, bindegewebige und gefäßhaltige Gebilde. Sie treten meistens erst in späteren Lebensjahren auf. Sie sind harmlos und lassen sich abkratzen.

Gefäßveränderungen im Gesicht
Feuermäler, sie sind flache, glatte Gefäßerweiterungen, die aus kleinsten Blutgefäßen bestehen, keine Hautverdickung oder Vorwölbung haben und lebhaft rötlich- bläulich gefärbt sind. Bevorzugt kommen sie im Gesicht und in der Nackenpartien vor. Oft sind sie schon seit der Geburt vorhanden.
Teleangiektasien – Äderchenzeichnung, sind Veränderungen oberflächlicher kleinen Blutgefäße. Ursache von Witterungseinflüssen, übermäßigem Gebrauch von bestimmten Genussmitteln dar und können durch Veranlagung bedingt sein.
Melanom (bösartig – malignes), es entsteht aus den pigmentbildenden Zellen der Haut. Es ist das gefürchteste Geschwulst an der Haut, das besonders leicht Tochtergeschwulste Metastasen bildet. Die Melanome liegen meist an Stellen, die irgendeinem Reiz ausgesetzt sind. Alle Pigmentzellenmale, die sich hinsichtlich Fröße und Farbe verändern z.B. Pigmentränder, roter Hof, Juckreiz oder Blutungen,sind verdächtig.

Entzündliche Veränderungen der Haut und des Haarbodens
Dermatitis, sind Hautentzündungen. Man erkennt sie an bestimmten Merkmalen wie Rötung, Schwellung, Wärme, Schmerz, Hauteffloreszenzen und anderen Funktionsstörungen. Sie unterscheiden sich vom Ekzem dadurch, dass sie nicht allergisch bedingt ist.
Ekzeme, sind entzündliche Veränderungen, die sich aus Primär – und Sekundär – Effloreszenzen zeigen. Das akute Ekzem besitzt eine flächenhafte Ausdehnung mit Rötung und Nässung sowie Krustenbildung, typisch Flecken, Knötchen und Bläschen. Das chronische Ekzem die Haut ist trocken, lederartig, derb, verdickt und besitzt ein ziemlich grobes Relief, es besteht Juckreiz.
Akne, charakteristisch sind die Mitesser und Pusteln. Bevorzugter Sitz sind Stirn und die beiden Gesichtsseiten.
Schuppenflechte -Psoriasis vulgaris, silberweiße Schuppen, die nach Abkratzen das sogenannte Kerzenfleckphänomen hinterlassen, aus dem sehr bald eine tautropfenartige Blutung hervorgeht. Es handelt sich bei dieser Krankheit um eine Erblich bedingte Erkrankung. Bevorzugte Stellen sind Knie, Ellenbogen, Kopf, Kreuzbein, manchmal ist auch der ganze Körper befallen.
Furunkel -Karbunkel, eine durch Infektion hervorgerufene Erkrankung (Entündung) , sie ergreift auch tiefer liegende Gewebe, z.B. Unterhaut im Bereich der Hautanhangsgebilde.Sitz ist das Gesicht, Gesäß, der Nacken, die Schulter und die Innenseite der Oberschenkel.
Schweißdrüsenabzeß, sind Eiterherde mit einer nach allen Seiten sich ausbreitenden Entzündung. Die Erkrankung kann sich monatelang hinziehen.

Die Mykosen der Haut
Die Erreger sind Pilze, und sie haben die Fähigkeit indem sie auch Keratin angreifen, die äußeren Schichten der Haut, Haare und Nägel zu durchdringen.

Viruserkrankungen der Haut
Warzen, Gutartige, rundliche oder unregelmäßig begrenzte Knötchen mit mehr oder weniger großer Erhebung und zerklüteter Oberfläche. Sitz: An den Streckenseiten der Hände und Finger, am Nagelrand, auf den Fußsohlen und Handflächen.
Fußsohlen oder Dornwarzen, Folgeerscheinung der Virusinfektion, die oft beim Besuch von öffentlichen Schwimmbädern.
Schleimhautwarzen, Virusbedingt die anfangs wie kleine Knötchen aussehen, entwickeln sich an feuchten, chronisch gereizter Genital – Anal – und Lippenschleimhaut.
Bläschenkrankheit – Herpes simplex, nach fieberhaften Krankheiten, Sonnenbädern, Menstruation kommt es zu Rückfällen.
Die Gürtelrose – Zoster, die Krankheit beginnt mit Hautbrennen und Schmerzen. Der Zoster hält sich an das äußere Ausbreitungsgebiet eines Nerven. Die Bläschen besitzen eine rötlichen Hof. Der anfangs klare Inhalt wird wie bei Herpes trüb und enthält Blutbestandteile.