Allgemeines
Muskeln sind Organe, die den Körper vorwärts bewegen, ihn aufrecht halten und Arbeit leisten. Sie können sich zusammenziehen und bewegen den Körper und seine Glieder, indem sie an bestimmten Stellen am Knochen ansetzen, und zwar unter Zuhilfenahme von Sehnen. Sie sind auch am Stoffwechsel beteiligt und produzieren auch Wärme (Zittern), die der Körper braucht. Muskeln haben auch die Funktion als Venenpumpe zu arbeiten, indem sie durch ihre Verkürzung und Verdickung das Blut aus den Körperfernen Venen nach oben drücken und so den Blutkreislauf unterstützen. Sie verleihen uns auch das Aussehen (Bodybuilding) und geben den Eingeweiden Schutz.
Muskelarten
- spindelförmige Formen
- einfache gefiederte Formen
- doppelt gefiederte Formen
- zweiköpfiger (Bizeps)
Organbau der Muskulatur
Der Muskel besteht aus verschiedenen Gewebsarten, wichtigster ist das Quergestreifte Muskelgewebe. Es besteht aus einzelnen Muskelfasern, die parall zueinander liegen und keine Verbindung unter sich haben.
Feinbau der Muskulatur
Bei der Muskulatur unterscheidet man das glatte und das quergestreifte Muskelgewebe. Eine Sonderform ist der unwillkürliche Herzmuskel.
Das glatte (unwillkürliche) Muskelgewebe
Stellt die Minderheit sämtlicher Muskeln in unserm Körper da, weil es charakterisiert ist vom autonomen oder vegetativen Nervensystem, und deshalb nicht unserem Willen unterliegt.
Das quergestreifte Muskelgewebe
Dieses dient hauptsächlich der Fortbewegung und stellt die größte Weichteilmasse unseres Körpers da. Der Muskel braucht bei der Tätigkeit zur Kontraktion, aber auch zum Erschlaffen, Energie. Der eigentliche Energieträger ist das Adenosin-tri-Phosphat, der Muskel baut das für seine Tätigkeit notwendige ATP in erster Linie aus dem Zuckerstoffwechsel auf.
Herzmuskulatur
Die Kontraktion wird vom herzeigenen Reizleitungssystem gesteuert. Ist somit unserem Willen nicht unterworfen.
Muskeltonus
Ruhespannung der Muskulatur. Dabei ist der Muskel in einem Zustand, in dem er nicht kontrahiert ist, jedoch auch nicht erschlafft.
Hilfseinrichtungen der Muskulatur
Dazu gehören die Sehnen, die Muskelbinden, außerdem die Schleimbeutel und die Sehnenscheiden.
Sehnen
Durch die Sehnen wird die Muskelkraft und Wirkung des Muskels auf den Knochen übertragen.
Muskelbinde (Faszie)
Die Faszie umgibt den ganzen Muskel und grenzt ihn dadurch von seinem Nachbarn ab. Außerdem gibt sie den Muskel seine Form und Aussehen.
Schleimbeutel (Bursae)
Sie sind meist dort vorhanden wo die Sehnen an Knochen oder Knochenvorspüngen vorbeiziehen, so wird verhindert das der Knochen an der Sehne reibt.
Sehnenscheiden (Vaginae Tendinis)
Sind Flüssigkeitsgefüllte Bindegewebsschläuche, in denen die Sehnen überall dort gleiten, wo sie abgewinkelt über Knochenvorsprünge oder Bänder laufen.
Synergisten und Antagonisten
Synergisten nennt man Muskel, die praktisch gleichartig wirken, z.B. sämtliche Beuger am Bein.
Dagegen sind die Antagonisten diejenigen Muskeln, die als Gegenspieler der Synergisten arbeiten, also z.B. am Bein eine Streckung durchführen.